Zweimal Platz 12 bei deutschen Meisterschaften

Bericht von Bernd Borel über die Teilnahme des FSV Großenseebach
an den Deutschen Jugend-Vereinsmeisterschaften im Schach

Um die Jahreswende nahmen zwei Schachteams des FSV Großenseebach an den
deutschen Jugend-Vereinsmannschaftsmeisterschaften (DVM) in Verden und
Dittrichshütte teil. Die U12-Mannschaft als bayerischer Vizemeister und
die U16-Mannschaft als bayerischer Meister belegten dabei jeweils den
12. Platz.

Nach dem Titelgewinn im Vorjahr waren drei Leistungsträger der
U 12 in eine höhere Altersklasse aufgestiegen und die neuformierte Mannschaft
mit Tobias Quaschner, Mihaly Nemeth Csoka, Manuel Quaschner, Manuel Fürgut
und Ersatzspieler Sebastian Fürgut mit ihrem Betreuer Ulrich Hiemer schlug
sich wacker. Die Mannschaft ging als Außenseiter in den Wettkampf, durfte frei
jeglichen Erwartungsdrucks aufspielen. Sie startete mit einer Niederlage gegen
den späteren deutschen Meister, den Hamburger SK. Nach zwei Siegen gegen
den SC Niederkirchen und den SF Köln- Mühlheim und einer Niederlage gegen den
SV Paderborn 2000 sicherten sie sich mit drei Punkteteilungen gegen den
SG Blauweiß Stadtilm, den SV Kali Wolmerstedt und den SG Porz einen
zufriedenstellenden Mittelplatz.

In der U 16 war der FSV Großenseebach in einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld
als viertstärkste Mannschaft gesetzt, obwohl einige FSV’ler noch zu den Jüngsten in
dieser Altersklasse zählen. Nachdem die Großenseebacher Talente im Vorjahr bei der
DVM immer vorne mitgekämpft hatten und sich erst nach der letzten Runde mit dem neunten
Platz begnügen mussten, wollte die FSV- Mannschaft mit Daniel Kirch, Alexander Seyb,
Markus Borel, Benjamin Hofmann und Mario Linsenmeyer diesmal einen Pokal gewinnen.
In der ersten Runde legten die Großenseebacher gleich richtig los und bezwangen die
Jugendmannschaft des Bundesligisten SC Kreuzberg-Berlin.

Doch schon in der zweiten Runde brachte ein bei deutschen Jugendmeisterschaften
ungewöhnlicher Vorfall den FSV fast aus dem Konzept: Die Mannschaft stand gegen den
SC Tamm aus Württemberg bereits auf Gewinn, als wegen starken Schneefalls plötzlich
der Strom ausfiel und der Spielsaal stockdunkel war. Der Kampf musste abgebrochen
und am nächsten Tag wiederholt werden, deshalb wurde die Meisterschaft auf 6 Runden
verkürzt. Die Spieler vom SC Tamm nutzten die unverhoffte Möglichkeit, sich gut auf
die Großenseebacher vorzubereiten, die sich nach hartem Kampf aber doch durchsetzen
konnten. In der 3. Runde kam bereits zu einer Vorentscheidung. Die Großenseebacher
saßen den Favoriten vom Glückauf Rüdersdorf gegenüber, denen sie im Vorjahr noch ein
Bein stellen konnten. Nach einem spannenden Kampf revanchierten sich die Rüdersdorfer
und der FSV musste eine erste knappe Niederlage hinnehmen. Während sich Rüdersdorf
souverän mit weiteren Siegen zum deutschen Meister spielte, folgten für die
enttäuschten Spieler des FSV zwei Niederlagen gegen den SG Duisburg Nord, den
späteren dritten Sieger, und die Sfr. Neuberg aus Hessen. Mit dem Sieg in der letzten
Runde gegen den TSV Schott Mainz bewiesen die Jungs dann aber, dass im nächsten Jahr
bei der Titelvergabe wieder mit ihnen zu rechnen ist.