FSV Großenseebach
Bericht über die Schachabteilung Großenseebach
Von Dieter Seyb
GROSSENSEEBACH - Das vergangene Wochenende brachte für die Schachspieler des FSV zum Saisonabschluss gleich mehrere Topereignisse.
Am Samstag trafen sich in der Mehrzweckhalle die bayerische und mittelfränkische Elite im Jugendschach, um gemeinsam die Schlussrunden der U 20-Meisterschaften auszutragen. Landrat Eberhard Irlinger als Schirmherr und Erster Bürgermeister Bernhard Seeberger durften zu diesem Großereignis 32 Mannschaften mit 128 Spielern nebst Betreuern begrüßen, die den Weg nach Großenseebach gefunden hatten.
In der höchsten Spielklasse, der Jugend Bayernliga, hatte der FSV Großenseebach seine Titelchancen leider schon zu einem früheren Zeitpunkt vergeben. David Schneider, Stefan Süß, Alexander Seyb und Markus Borel sicherten sich durch ein 4:0 gegen die SG Kötz / Ichenhausen und ein 2:2 gegen den TSV Großmehring einen beachtlichen dritten Rang hinter dem TSV Bindlach und der SG Pang / Rosenheim.
In der zweithöchsten bayerischen Liga, der Landesliga Nord, lieferte sich der FSV (Mario Linsenmeyer, Daniel Kirch, Benjamin Hofmann und Florian Kirch) bis zur letzten Runde ein Kopf - an Kopf-Rennen mit dem SC Bechhofen, dem man in der letzten Runde schließlich mit 1,5: 2,5 unterlag. Dennoch verdient der Vizemeistertitel in dieser Spielklasse allen Respekt.
Auch ohne ihren Spitzenspieler Adrian Kohlmann konnte sich die dritte Jugendmannschaft des FSV mit den Brüdern Tobias und Manuel Quaschner, Mihaly Nemeth-Csoka, Annika Janssen und Florian Borel in der Bezirksliga I den Titel des mittelfränkischen Meisters vor solch renommierten Klubs wie dem SC Forchheim und Nürnberg 1911 sichern- eine einzigartige Leistung für eine dritte Mannschaft.
Am Sonntag kämpften dann die „Senioren“ des FSV in Forchheim um den Aufstieg in die bayerische Regionalliga. Allerdings ist die Bezeichnung „Seniorenmannschaft“ grob irreführend, da auch in dieser Mannschaft nicht weniger als fünf Jugendspieler zur Stammbesetzung zählen und der FSV so mit Abstand den jüngsten Altersdurchschnitt in dieser Spielklasse aufzuweisen hatte.
Um die Aufstiegschancen zu wahren, musste der Tabellenzweite Nürnberg 1911, der ebenfalls noch Titelambitionen hatte und deshalb in Bestbesetzung angetreten war, unbedingt geschlagen werden. Der Wettkampf begann auch ganz im Sinne der Seebacher, als Mannschaftsführer Dieter Seyb seinen Gegner bereits nach 17 Zügen zur Aufgabe zwang. Eine gewisse Ernüchterung machte sich aber breit, als nacheinander Stefan Süß, Harald Meyer und David Schneider ihren Gegnern zum Sieg gratulieren mussten. Doch Markus Borel, Ralf Rosin und Alexander Seyb nach einem mustergültig geführten Endspiel brachten den FSV erneut in Führung. Nun lag es am „Youngster“ Mario Linsenmeyer, ein schon als verloren eingeschätztes Endspiel mit großem Kampfgeist zu remisieren und den Gesamterfolg von 4,5: 3,5 sicherzustellen.
Mit einem Auge verfolgten die Großenseebacher während des eigenen Spiels allerdings ständig den parallel stattfindenden Wettkampf zwischen dem Tabellenführer, der Spielgemeinschaft des TB /TV Erlangen, und dem SK Schwanstetten. Nur bei einem Punktverlust der Erlanger hätte der FSV in der Endabrechnung noch an ihnen vorbeiziehen können. Den Schwanstettenern, für die es um nichts mehr ging und die nur noch für die Aufstiegschancen der Großenseebacher spielten, ist für ihren verbissenen Kampfgeist ein Kompliment zu machen- leider blieben alle Anstrengungen vergebens und die Erlanger sicherten sich mit einem 5:3 den Aufstieg. Der Vizemeister FSV Großenseebach kann somit nur noch auf eine Chance „am grünen Tisch“ hoffen, wenn der Erlanger Spielgemeinschaft auf bayerischer Ebene die Spielberechtigung versagt wird.